Geschichte

Geschichte des Hotels Beránek in Prag

    Das Objekt des Hotels Beránek war zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts Bestandteil des Besitzes und der Firma, die den stolzen Namen Beráneks Unternehmen trug. Ihr Gründer, Herr JOSEF BERÁNEK (1864 –1936), legte den Grundstein dazu, indem er im Jahr 1887 auf dem Tyl-Platz einen Fleischerladen übernahm. Zehn Jahre danach kaufte er das Haus, in dem sich sein Laden befand und das Beránek-Imperium begann sich erfreulich auszudehnen.

Hotel Beranek Prag - 1929

    Kurz vor dem Ersten Weltkrieg wurde ein Café und ein Restaurant geschaffen, nach dem Krieg kam durch einen Anbau das Slawische Hotel – Beránek hinzu. Im Jahr 1929 errichtete die Firma in der Straße Londýnská eins der modernsten zeitgenössischen Kinos. In dieser Straße ist auch in weiteren Häusern die Infrastruktur des Hotels dokumentiert – Unterkunft der Kellner und Zimmermädchen, Bürohotels, Privatvilla für die Familie Beránek und des Generaldirektors des Hotels, Pferdeställe mit Heu – später Garagen und eine Tankstelle, Hinterland der Fleischerläden und die Beránek-Markthalle. Eigentlich lebte die ganze Umgebung des Tyl-Platzes mit dem Hotel und der Markthalle, sei es, dass die Höker an den Ständen verkauften oder um eine Suppe zu essen ins Restaurant U Keců – heute Pizza Einstein kamen.

    Das Hotel Beránek bewirtete während der Ersten Republik vor allem amerikanische Gäste, es verkraftete auch den Zweiten Weltkrieg mit Abenden für deutsche Offiziere, aber die kommunistische Verstaatlichung überlebte es nicht. Nach dem Tod Josef Beráneks sen. im Jahr 1936 übernahm sein Sohn Josef (1901 –1987) das Unternehmen. Ihm wurde das Hotel enteignet, aber Hotel und Restaurant existierten auch während der kommunistischen Ära weiter.

    Aus den folgenden Zeilen erfahren Sie, dass Josef Beránek im wahren Sinn des Wortes ein Unternehmer und noblesser Mensch war, der sich trotz seiner Erfolge auch um die Anderen kümmerte, sein Unternehmen war allgemein beliebt und geachtet.

 Chronik des Stadtteils Königliche Weinberge


§         Auszug aus der Publikation Památník města Královských Vinohrad (Chronik des Stadtteils Königliche Weinberge) aus dem Jahr 1929

 

IN BERÁNEKS MARKTHALLE

gibt es heute alles zu kaufen, was für die Speisenzubereitung notwendig ist. Fleisch, Fette, Wildbret, Geflügel, Fische, Gemüse und Kolonialwaren. Alle Waren sind präzis unterteilt und sichtbar mit Preisen versehen, so dass auch ein kleines Kind in der Beránek-Markthalle vollkommen sicher und zuverlässig einkaufen kann.

 

Für die Bequemlichkeit der Kunden wurden die erwähnten selbständigen Abteilungen eingerichtet, jede für eine bestimmte Warenart. Damit sowie auch dank dem einwandfrei bedienenden geschulten Personal erzielt die Beránek-Markthalle die schnellste Kundenbedienung auch bei größtem Andrang, der in letzter Zeit in dieser Markthalle zur Regel wurde. Jeden Tag, insbesondere in den Morgenstunden, drängen sich hier die Kauflustigen nicht nur aus Prag und der nächsten Umgebung, sondern auch aus entfernten ländlichen Gemeinden. Diese Tatsache lässt sich damit erklären, dass man in der Beránek-Markthalle am besten und preiswertesten einkauft und dass sich jedem Kunden auch ein teurer Anfahrtsweg durch den vorteilhaften Einkauf ausgleicht. Aber selbst die Landbewohner, die bei Beránek die Waren bestellen und sich per Post oder Bahn schicken lassen, kommen nicht um die Vorteile, wie sie die Prager Abnehmer haben, denn sie erhalten dieselbe Qualitätsware zum gleichen Preis. Kaufleute und Zwischenhändler genießen Sondervorteile. Durch Umbau wurde im Jahr 1920 zur Beránek-Markthalle das großzügige Slawische Hotel hinzugereiht, das zum beliebten Zentrum ausländischer Gäste, der Amerikaner, aber auch der Prager und der breiten umliegenden Landbevölkerung wurde. In denselbem Jahr erfolgte die Erweiterung des beliebten Beráneks

 

GROSSRESTAURANTS

um den wunderschönen Freiheitssaal, verziert mit Reliefen aus der russischen Anabasis unserer tschechoslowakischen heldenhaften Legionen. Im Jubiläumsjahr wurde durch einen mächtigen Anbau

BERÁNEKS SLAWISCHES HOTEL

zum größten Hotel in Prag erweitert, denn es hat heute 310 moderne und mit jeglicher Behaglichkeit versehene Zimmer und kann leicht auch ganze Reisegesellschaften unterbringen. In Beráneks Slawischem Hotel werden

 

HOCHZEITS- UND ANDERE GELEGENTLICHE GASTMAHLE

veranstaltet, zu jeder Zeit und auch ohne vorherige Anmeldung. Die ausgezeichnete französische Küche des Hauses ist stets einsatzbereit und auf alle Fälle vorbereitet. Die Speisen werden in Beráneks Restaurants während des ganzen Tages serviert. Jeder isst sich hier satt, ob arm oder reich.

 

Die Speisekarte bietet die reichhaltigste Auswahl für alle Bevölkerungsschichten.

 

 

 

 

Das

GROSSE RESTAURANTBÜFFET

 

bei Beránek ist an Festtagen und sonntags geöffnet. Mit dem Hotelanbau erfolgte im Jahr 1929 auch der Bau des erstklassigen, hochmodern ausgestatteten

 

PREMIERENKINOS „BERÁNEK“

später Dalibor

mit erstklassischem Orchester und prächtiger elektrischer Orgel, die in unserer ganzen Republik einzigartig ist, ihr herrlicher Klang wird über den Prager Rundfunk in die gesamte Tschechoslowakische Republik und ins Ausland ausgestrahlt.

 

Um dem Wunsch der Einwohner von Prag-Bráník zu entsprechen, wurde im Jahr 1928 in

 

BRÁNÍK EINE FILIALE DER BERÁNEK-MARKTHALLE

geschaffen, die sehr gut prosperiert, denn die Kunden erhalten dort alles ebenso billig wie im Zentralbetrieb in den Prager Weinbergen.

 

Die Beránek-Betriebe, zu denen auch die musterhafte umfangreiche

 

FARM IN HODKOVYČKY

gehört, ist das Ziel zahlreicher einheimischer und ausländischer Exkursionen, die der Besitzer Herr Hosef Beránek bereitwillig selbst begleitet, wobei er fachliche Erläuterungen gibt, glücklich darüber, dass seine unablässigen Anstrengungen nicht umsonst waren und sein großzügiges Unternehmen allgemeine Anerkennung und Bewunderung erntet.

 

Herr Josef Beránek ist ein Mann der Arbeit und des Erfolgs im besten Sinne des Wortes: Und es sei besonders betont, dass er im Unterschied zu anderen eine Eigenschaft hat, die in unserer Heimat nicht eben oft vorkommt – Unternehmensgeist. Die starke Kraft, in der etwas Amerikanisches steckt, rückte die Beránek-Betriebe unaufhörlich nach vorn und höher hinaus und gewiss werden die Beránek-Unternehmen, trotz ihrer heutigen höchsten Ausmaße auch weiterhin blühen und gedeihen, denn an ihrer Spitze steht ein Mann mit beispielhafter Arbeitsfreude und Mut.

 Hotel Beranek Prag - restaurant - buffet 1930

Auszug aus einer Publikation über die Königlichen Weinberge vom Jahr 1940

 

„Zu den Besonderheiten der Königlichen Weinberge gehört zweifellos die verbreitete und mit ihren Waren weltbekannte Selcherei. Verdienst um die weltweite Verbreitung der Marke Prager Schinken haben vor allem die hiesigen Firmen. Und das sind nicht nur die heute riesigen Betriebe wie Beránek, Chmel usw., sondern auch viele kleine Einzelhändler, die mit ihren Erzeugnissen die Prager Weinberge berühmt machten.

 

Die Geschichte der „Beránek-Unternehmen“ ist nicht nur die Geschichte des Selcherbetriebs, sondern sie widerspiegelt gleichzeitig die allseitige Wirtschaftsentwicklung der Königlichen Weinberge.

 

            Im Jahr 1887 übernahm der Gründer der Unternehmen, Josef Beránek, nach reichen persönlichen Geschäftserfahrungen  auf dem Tyl-Platz von Herrn Čížka einen Fleischerladen. Damit legte er den Grundstein für die heutigen Betriebe. Es folgte zielbewusste Arbeit und Regsamkeit, durch die er das Unternehmen erweitern konnte und schließlich zum Stolz sowohl des Handels in den Prager Weinbergen als auch der gesamten tschechischen Handels- und Unternehmenssphäre machte.

 

            Zehn Jahre später – 1897 erwarb er das Haus in seinen Besitz, in dem sein erster Laden war , und nach ziemlich kurzer Zeit von zwei Jahren auch das gegenüber stehende Haus in der Straße Hálkova ulice. In den weiteren Jahren wurde das Unternehmen durch keine neue Erweiterung belastet, aber im erworbenen Rahmen wurde an seinem technischen und geschäftlichen Ausbau und Ausdehnung gearbeitet.

 

            Als das Unternehmen dann eine stabile Grundlage besaß, wurde 1914 mit großem Kostenaufwand ein Café und ein Restaurant gegründet. Gegen Ende des Weltkrieges begann unter wirklich schweren Bedingungen der Bau des Hotels, das in dieser Zeit in Prag am besten ausgestattet und eingerichtet war und über umfangreiche Garagen verfügte.

 

            Der Gründer Josef Beránek war einer unserer ersten Geschäftsleute, die voll die Bedeutung der Unternehmensrationalisierung begriffen. Geführt von dem Bemühen, möglichst billig Lebensmittel und Rohstoffe einzukaufen, gründete er in Hodkovičky nach den modernsten Vorbildern eine Geflügelfarm und Gärtnerei.

 

            Im Jahr 1927 schritt er zur letzten Erweiterung seiner Betriebe und zwar durch den Anbau eines Kinos, das mit seiner Innenausstattung in diesen Zeiten alle übrigen Kinos in Prag überragte. Obwohl damit schon keine Voraussetzungen mehr für die Unternehmenserweiterung bestanden, war aber die Arbeit seines Gründers noch nicht beendet. Jegliche Anstrengungen galten nun der Vervollkommnung der Produktion, es wurden alle Maßnahmen ergriffen, um höchste Hygiene bei der Herstellung und dem Verkauf von Lebensmitteln zu gewährleisten.

 

            Die modernsten technischen Einrichtungen der Verkaufsräume, Werkstätten und Kühlhäuser reihten  das Unternehmen nicht nur an erste Stelle in unserem Land, sondern auch in ganz Europa.

 

            Beráneks Markthalle gehört überhaupt zu den am besten geführten. Sie hat selbständige Abteilungen, jede für eine bestimmte Warenart. Im Jahr 1928 entstand dann die Filiale der Beránek Markthalle in Prag-Bráník und 1934 eine Filiale im Stadtteil Smíchov.

 

            Das Ableben des Unternehmensgründers Josef Beránek bedeutete nicht nur einen Verlust für die tschechische Geschäftswelt, die damit einen Menschen verlor, der ein ungewöhnliches Werk unserer Handelsunternehmungen schuf, sondern auch für die breite Öffentlichkeit, bei der er für seine Aktivitäten als Mitbegründer der Weinberg-Falken, als Mitglied der Nationalen Einheit und als Erster Vorsitzender der Fleischer-Selcher-Bank sehr beliebt war. Dieses Ereignis beeinflusste jedoch den glatten Betriebsablauf des gesamten Unternehmens nicht, weil sein Nachfolger und Fortsetzer der alten Beránek-Tradition, Josef Beránek jun. sich als nicht minder geschäftstüchtig erwies.

 

            Der Ruf, den die Beránek-Unternehmen fast in der ganzen Welt genießen, bedeutet einen gewaltigen Abschnitt auf dem gesamten Feld des Wirtschaftslebens nicht nur in den Prager Weinbergen, sondern in der ganzen Republik.

 

 

§         Zitat aus dem Text eines Privatforschers – Pragensien – aufgenommen im Jahr 1981 in die Sammlung des Archivs der Hauptstadt Prag

 

W e s t l i c h e W e i n b e r g e

Auf dem Tyl-Platz (in den Jahren 1933 – 1940 und nach der Scheiner-Befreiung ) änderte sich überwiegend im westlichen Teil die Reihenfolge. Auffallend war insbesondere der Neubau Nr. 650. Aus den umgebauten Häusern Nr. 16, 15 und 700 wurde Nr. 15 zum Sitz der Zentrale des Zentralen Arbeiter-Konsumenten-Verbandes Včela (während der Unfreiheit der Brüderschaft). Zur Zeit der Mai-Revolution 1945 fand dort kurzfristig der Tschechische Nationalrat Asyl. In der gegenüber stehenden Reihenfolge wurden die Häuser Nr. 479, 480 und 654 umgebaut. Im Jahr 1920 kam zu den Beránek-Unternehmen unter gemeinsamer Fassade das Slawische Hotel mit dem Freiheitssaal hinzu, das durch den großen Anbau im Jahr 1929 in Richtung der Straße Londýnská ulice 300 Zimmer erzielte. Zum Platz hin waren mit ihm in einer einheitlich gelösten Stirnseite die Häuser Nr. 478, 561 und 629 verbunden. Auf dem Platz Na tržiští wurden in den Jahren 1924/25 am südlichen Ende eine neue Stadtwaage und unterirdische Toiletten gegründet. Im Jahr 1925 erlebte die Gaslampenbeleuchtung auf dem Platz eine Verbesserung.

 

Im Haus Nr. 629 hatte seit 1887  J. Beránek einen Fleischer- und Selcherbetrieb. Ab Ende der neunziger Jahre entwickelte sich der gut prosperierende Betrieb in einen Fleischmarkt. Im Jahr 1914 wurde dazu ein Café und ein Restaurant gegründet.

 

§         Artikel aus der Publikation Hotely velké Prahy (Hotels von Großprag) vom Jahr 1934 – aus dem Text ist etwas über die Personalerziehung, das Dienstleistungsniveau zu ersehen und die Beilage 1 enthält eine Übersicht über Prager Hotels zu dieser Zeit

 

Hotels in der Tschechoslowakei

Die Tschechoslowakei prägt die Losung zum „Park Europas“ zu werden. Sie hat alle Voraussetzungen dazu, diese zur Wahrheit zu machen: sie hat Kurorte von Weltbedeutung, unvergleichliche Naturschönheiten, Baudenkmäler, ein strebsames und arbeitsfreudiges Volk, das aufrichtig jeden begrüßt, der zu uns kommt, um hier einige Tage der Erholung zu verbringen und die verlorene Gesundheit zu suchen.

 

Ein wichtiger Faktor bei der Zufriedenstellung jedes Besuchers der Tschechoslowakei ist das reife Hotelwesen. Die Besitzer des Hotelgewerbes sind sich dieser ihrer Verantwortung bewusst und bemühen sich deshalb, ihren Gästen in allem entgegen zu kommen. Alle Hotels in der Tschechoslowakei halten sich an den gemeinsamen Grundsatz: den Gästen solche Unterkunft zu bieten, dass sie in jeder Hinsicht zufrieden sind. Darauf ist auch die Ausbildung des Personals hauptsichlich ausgerichtet, damit sie nicht nur fachlich und sprachlich gut geschult sind, sondern sich auch bemühen, den Gästen jeden Wunsch hundertprozentig zu erfüllen. Wir erzielen somit, dass sich in unseren Hotels jeder Besucher wie zu Hause fühlt. Die im Verzeichnis angeführten Hotels sind sich ihrer Verantwortung bewusst, die sie mit der Unterbringung des Gastes übernehmen und tun alles, um alle seine Wünsche zu erfüllen.

 

In diesem Sinn wirken alle unsere Hotels und die Besucher überzeugen sich bald davon, dass die Bestrebungen aller dahin führen, ihnen den Aufenthalt nicht nur in den Hotels, sondern ich der Tschechoslowakei überhaupt so angenehm wie möglich zu gestalten, damit sie alljährlich zu uns zurückkehren.

 

Kommen Sie also zu uns und lassen Sie uns beweisen, dass wir uns um jeden Besucher so kümmern, damit er sich zufrieden fühlt und mit der Überzeugung in seine Heimat zurückkehrt, dass ihm in der Tschechoslowakei sowohl liebenswürdiger Empfang als auch solche Fürsorge gewidmet wurde, die ihm einen geruhsamen Urlaub sicherte und ihm erneut volle Gesundheit zurück gewinnen half.

 

Allgemeine Bemerkungen

Der Verband der Hoteliere und Großrestaurants in der RČS ist Mitglied der Alliance Internationale de L´Hoteliere mit Sitz in Paris und somit richten sich seine Mitglieder nach allen Gesetzen und Grundsätzen, die im internationalen Hotelverkehr gültig sind.

 

Allgemein gilt die internationale Hotelordnung auch in der Tschechoslowakei und man kann sich in jeder Hinsicht auf diese berufen.

 

Die Zollkontrollen an den Grenzen sind für Ausländer sehr tolerant. Die Zollämter fragen nur nach der Menge von Tabakwaren, denn diese sind in der Tschechoslowakei Monopol. Das Gepäck kann man auch erst in der End- bzw. Zielstation kontrollieren lassen, denn in allen Kurorten und bedeutenden Orten des Fremdenverkehrs gibt es Zollämter, die das Gepäck der Gäste auch bei der Abreise abfertigen.

 

Die Vergütung des Personals in Hotels und Restaurants ist nicht einheitlich. In den Kurorten mit Weltruf und in der Slowakei ist die Vergütung in Form eines 10 %igen Zuschlags zur Rechnung eingeführt, in den übrigen Teilen der Republik gilt das System der freiwilligen Vergütung. Es verbleibt aber auch hier die Möglichkeit, zu der Hotelrechnung eine Vergütung in Form des 10-15 %igen Zuschlags hinzurechnen zu lassen.

 

Im Preis des Hotelzimmers ist gewöhnlich Licht und Heizung inbegriffen. Manchmal wird aber die Heizung gesondert berechnet, und zwar bei Einbettzimmern 4 Kč, bei Zweitbettzimmern dann 6 bis 8 Kč.

In manchen Städten ist die sog. Gemeindegebühr für vorübergehende Unterkunft eingeführt und diese beträgt 10 % des berechneten Zimmerpreises. Sie wird gewöhnlich gesondert von den Gästen verlangt. Die in diesem Verzeichnis angeführten Preise sind Mindestpreise und richten sich nach der Lage und der Einrichtung der einzelnen Räume. Es ist empfehlenswert, die Hausordnung jedes Hotels zu lesen, die auf alle diese Umstände besonders hinweist. In dem hier erwähnten Verzeichnis sind nur die Hotels enthalten, die die Aufgabe der Gastlichkeit erfüllen und sich uns dazu verpflichten, in jeder Hinsicht für die Besucher so zu sorgen, damit ihre volle Zufriedenheit erzielt wird. Sie verdienen also das Vertrauen der Reisenden.

 

In die Tschechoslowakei kann aus folgenden Staaten visafrei eingereist werden: England, Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Danzig (Gdansk), Irland, Island, Italien, Japan, Jugoslawien, Kanada, Litauen, Lettland, Luxemburg, Deutschland, Niederlande, Norwegen, Portugal, Österreich, Saargebiet, Spanien, Schweden, Schweiz, Uruguay, Vatikan-Staaten.

 

Ankunft in Prag

 

Gepäckträger:

-         für 1 St. Gepäck 1 Kč / 1 km, Grundtarif ebenfalls 2, 3, 4 Kč, gleicher Preis Tag und Nacht.

 

Gepäckzuschlag

-         je nach Größe des Fahrzeugs 2, 3, 4 Kč pro Stück; Trinkgeld gewöhnlich 10 %

 

Prager Rundfahrten:

-         vom Gemeindehaus am Pulverturm und vom Platz der Republik ganztägig 70 Kč

-         halbtags 35 Kč, einschließlich Eintrittsgeld in alle Sehenswürdigkeiten.

 

Fremdenführer:

-         Den Fremdenführer besorgt Ihnen am besten das Büro des Fremdenverbandes, Prag 1, Gemeindehaus, Telefon-Nr. 626-37.

 

·     Eins der Hotels aus dem Buch Praha Pohostinná (Gastfreundliches Prag) vom Jahr 1976

BERÁNEK – B

Prag 2, Bělehradská 110 – Telefon 25 45 44

 

Dank der umfangreichen Rekonstruktion, die in mehreren Etappen erfolgte, finden die Gäste seit 1973 auf dem Tyl-Platz in Prag – Vinohrady (Weinberge) eigentlich ein ganz neues Hotel.

Für die Gäste stehen 280 Betten inklusive Zusatzliegen in Einzel- und Zweibettzimmern bereit, wovon ein Drittel eigenen Baderaum oder Duschecke hat.

 

Neu sind auch die gastronomischen Zentren des Hotels. Außer einem Büffet IV. Kategorie im Erdgeschoss hat das Hotel ein Restaurant (II. Kategorie – 100 Plätze 10.30-23.00 Uhr), eine Bar (II.Kategorie – 20 Plätze 10.00-02.00 Uhr) und die Hotelhalle mit 40 Plätzen. Für verschiedene festliche Gelegenheiten stellt das Hotel 2 Salons ( je 50 Plätze) zur Verfügung.

 

Station und Nummer der Straßenbahn: Tylovo náměstí (Tyl-Platz) – 1, 2, 6, 16, 19, 22, 23

 

-         Auszüge aus einem Buch über Prag 2, herausgegeben vom Stadtamt Prag 2 im Jahr 1996

 

Im Jahr 1929 ließ der Unternehmer Josef Beránek in Prag-Vinohrady seine Immobilien auf dem Tyl-Platz (Straße Bělohradská) um den Anbau des Traktes erweitern, der bis in die Straße Londýnská eingreift (Nr. 376). Dabei dachte er auch an die Einrichtung eines Luxuskinos, das seinen Namen trägt – Beránek – später dann Dalibor, nach einer Person aus der böhmischen Geschichte.

 

Zu den gastfreundlichen Orten gehören auch die Prager Hotels. Hotel Union im Stadtviertel Nusle, Straße Jaromírova, ebenso wie Moráň in der Straße Na Moráni oder Juventus in der Straße Blanická, Luník in der Straße Londýnská, traditionell Beránek in der Straße Bělohradská, Ametyst in der Straße Jana Masaryka oder das geschlossene Hotel Kriváň auf dem Platz nám. I.P. Pavlova  schufen die Tradition der Unterkunfseinrichtungen, an die gegenwärtig eine ganze Reihe weiterer, nach dem Jahr 1989 entstandener anknüpft.

 

§         Auszug aus der zeitgenössischen Korrespondenz – Hotelgäste in Prag anlässlich einer Festlichkeit zur Gründung der Republik. Er dokumentiert, dass das Hotel wirklich auf die Auslandsklientel, insbesondere auf Amerika orientiert war. Hier konkret auf die bedeutenden Emigranten aus der Kriegszeit und selbst auf Herrn Beránek mit Gattin – bearbeitet von Tomáš Biskup


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 Hotel Beranek - Czech Hotel Awards 2013